CHRISTUS, WAHRER GOTT UND WAHRER MENSCH

CHRIST, DIEU VÉRITABLE ET HOMME
01/12/2016
LA FAMIGLIA ATTRAVERSO LA STORIA SACRA NELL’ANTICO E NUOVO TESTAMENTO
01/01/2017

Die angekündigte Inkarnation

Dass der Herr Jesus Christus nicht nur ein Mensch wie jeder andere, wie ein sonstiger, führender  Herrscher war, der in dieser Welt gelebt hat, sondern Immanuel, “Gott mit uns” (Mt. 1,23), das Alpha und das Omega (Off.1,28; 22,13), die Quelle des Lebens (Apg. 3,15), unser großer Gott und Erlöser (Tit. 2,13), macht es möglich, dass der Glauben derer, die ihm vertrauen, sich festigt und Wurzeln schlägt. Denn wer in diese Welt gekommen ist, um menschliche Probleme anzugehen und Lösungen für sie zu finden, ist nicht niedriger als der Vater, sondern die zweite Person der Gottheit, mit den gleichen Attributen, der gleichen Kraft und Liebe und dem gleichen Wunsch, uns zu retten. Gottes Liebe zu jedem Menschen, den er geschaffen hat, ist so groß, dass sie sich eindeutig durch seinen Sohn Jesus Christus zeigt, der sich hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat (Joh. 3:16).

Die Welt, die der Verurteilung des Gesetzes unterlag, konnte mit einer Erlösung durch den Messias rechnen, der kommen wollte, und durch die Propheten angekündigt worden war (Jes. 59,20; 61,1-3). Der Name “Jesus” stammt aus dem hebräischen “Jehoshua”, d.h. “Retter”. Mit seiner Menschwerdung und seinem vollkommenen Leben würde er die die Welt retten.

Jesus fing nicht an zu existieren, als es als Kind in Bethlehem geboren wurde: Er existierte bereits mit dem Vater von Ewigkeit her (Phil. 2,6; Joh.10,30), und schuf die Welt mit dem Vater und dem Heiligen Geist (1. Mose 1,1; Joh. 1,1). Obwohl er Gott gleich war, wurde er Mensch aus Liebe zu uns (Phil. 2,7-8; Röm. 5,8), um uns vom ewigen Tod zu retten (1. Pt. 1,18-20).

„Ein anderer gefährlicher Irrtum ist die Lehre, die die Gottheit Christi leugnet und behauptet, dass er vor seinem Kommen in diese Welt nicht existiert habe. Diese Ansicht wird von vielen, die angeblich an die Bibel glauben, günstig aufgenommen; dennoch widerspricht sie den eindeutigen Erklärungen unseres Heilandes über seinen göttlichen Charakter und sein Vordasein sowie über seine Verwandtschaft zum Vater. Man kann diese Ansicht nicht aufrechterhalten, ohne die Heilige Schrift auf die unverantwortlichste Weise zu verdrehen.“ (Der große Kampf, S. 527).

„Während Gottes Wort von der Menschlichkeit Jesu auf dieser Erde spricht, spricht es auch ganz entschieden von seiner Präexistenz. Das Wort war schon da als göttliches Wesen, ja, als der ewige Sohn Gottes in Gemeinschaft und im Einssein mit dem Vater. Von Ewigkeit her war er der Mittler des Bundes, der, in dem alle Völker der Erde, sowohl Juden als auch Heiden, gesegnet werden sollten, wenn sie ihn annähmen. ‚Das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.‘ Noch bevor Menschen oder Engel geschaffen wurden, war das Wort bei Gott und war selbst Gott. The Review and Herald 5. April 1906.“  (Evangelisation, S. 559.1).

Christi Göttlichkeit

Einige Konfessionen lehren, dass Jesus vom Vater geschaffen wurde, andere behaupten,  er wurde gezeugt, oder “ging aus dem Vater hervor” und sei daher ein geringeres Wesen als der Vater und kein Gott. Diese falsche Lehre verträgt sich nicht mit dem Wort Gottes, da die Bibel lehrt, dass Christus die gleichen Attribute wie der Vater aufweist.

Er besitzt eine eigene Präexistenz und war schon immer und von selbst da, weil er Gott ist (Joh. 8,58), darum nennt ihn Jesaja ” Starker Gott” und “Ewiger Vater” (Jes. 9,6).

„Der Heiland versuchte ihren Glauben in die richtigen Bahnen zu lenken und sprach zu ihr: ‚Ich bin die Auferstehung und das Leben.‘ Johannes 11,24.25. In Christus ist ursprüngliches, echtes, eigenes Leben. ‚Wer den Sohn hat, der hat das Leben.‘ 1.Johannes 5,12. Die Gottheit Christi bedeutet für den Gläubigen die Gewissheit des ewigen Lebens.“ (Das Leben Jesu, S. 523).

„Christus ist der präexistente, aus sich selbst existierende Sohn Gottes. […] Wenn wir von seiner Präexistenz sprechen, werden unsere Gedanken in ewige Zeiträume zurückgeführt. Er versichert uns, dass es nie eine Zeit gab, in der er nicht in engster Gemeinschaft mit dem ewigen Gott stand. Er, dem die Juden damals zuhörten, war als Gleichberechtigter an Gottes Seite gewesen. –  „Signs of the Times“, 29. Aug. 1900. (Evangelisation, S. 558.4).

“Die Göttlichkeit Christi muss ständig vor Augen geführt werden” (Morgenandacht „Alza tus Ojos“, S. 56).

„Wenn Christus alle Dinge erschaffen hat, dann hat er auch vor allen Dingen existiert. Was die Bibel zu diesem Thema sagt, ist so eindeutig, dass niemand im Zweifel gelassen zu werden braucht. Christus war Gott, im wesentlichen und allerhöchsten Sinne. Er war von Ewigkeit her bei Gott, Gott über alles, verherrlicht für immer und ewig. Der Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, existierte von Ewigkeit her als eigene Persönlichkeit und war doch eins mit dem Vater. Er war die unvergleichliche Herrlichkeit des Himmels.“ (Für die Gemeinde geschrieben, Bd. 1, S. 261).

Der Plan der Erlösung bestand in den Archiven des Himmels von Ewigkeit her (Kol.1, 23). Jesus wäre das Lamm Gottes, wenn der Mensch sündigen würde. Und als der Plan der Erlösung in die Wege geleitet wurde, zeigt uns die biblische Offenbarung eine göttliche Person, genannt Sohn, und eine andere göttliche Person, die Vater genannt wird. Christus war daher nicht niedriger oder höher als der Vater, nur erniedrigte er sich freiwillig, um die menschliche Natur zu übernehmen. Während er auf dieser Welt lebte, unterwarf er seine göttlichen Vorrechte dem Vater, nicht sein Wesen, und als “Mensch” war er selbstverständlich niedriger als der Vater.

Wenn wir verstanden haben, dass Christus von sich aus präexistent war, wird es nicht schwer sein zu verstehen, dass er es war, der dem Volk Israel das Gesetz gab und es, wie Paulus lehrt,  durch die Wüste führte (1. Kor. 10,4). Jesus wird das Wort  (oder Logos) genannt, weil die Gottheit über alle Jahrhunderte hinweg ihre Botschaften den Menschen durch Christus mitteilte. Jesus ist daher der hörbar gemachte Gedanke Gottes, ebenso wie das Wort die Spiegelung des Denkens ist. Johannes erklärt, dass das Wort Gott ist. Die Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas gibt diese Stelle anders wieder, um erscheinen zu lassen, dass Christus “ein Gott/gott” war, („Gott“ auf Englisch, Spanisch, Französisch usw. kleingeschrieben), das heißt niedriger als der Vater. Aber das widerspricht der gesamten biblischen Lehre, die uns deutlich zeigt, dass in Jesus die ganze Fülle der Gottheit wohnt (Kol. 2,9) und dass er Gott über alles ist (Röm. 9,5).

Jesus behauptete, dass er und der Vater “eins” seien, im Sinne der vollständigen Einigkeit und dass sie die gleichen Attribute und das gleiche Wesen besäßen (Joh. 10,30). Wenn das nicht bedeuten würde, dass er sich dem Vater (in seiner Göttlichkeit) gleich betrachtete, hätten die Juden nicht zu den Steinen gegriffen, um ihn auf der Stelle zu steinigen. Ihre Bedenken formulierten sie ganz klar: ” Du bist nur ein Mensch und behauptest trotzdem, Gott zu sein!”

(Joh. 10,33). Jesus beeilte sich nicht, diese Idee zu klären oder zu widerlegen: Er akzeptierte sie einfach, weil sie die Wahrheit war. Johannes sagt über Christus, dass er am Anfang bei Gott war und er Gott war (Joh. 1,1). Thomas ging mit Jesus wie mit Gott um und der Herr korrigierte ihn nicht (Joh. 20,28). Als Jesus in Bethlehem geboren wurde, empfing er die Anbetung der Weisen, die ihn aufsuchten (Mt. 2,9 – 11) und Anbetung gebührt nur Gott (Off. 19,10).

Als Thomas Jesus als Gott behandelte (Joh. 20,28), rügte ihn der Meister nicht, was darauf hinweist, dass er diesen göttlichen Status akzeptierte. Auf der anderen Seite sehen wir, dass Jesus sich anbeten ließ, als er auf dieser Erde war (Joh. 9,38). Wenn er nicht Gott gewesen wäre, wäre diese Handlung zu einer schrecklichen Sünde gegen Christus selbst geworden, denn das Gebot verbietet die Anbetung jeglichen Menschen oder Gegenstandes außer Gott (5. Mose 6,13). Ein weiteres Argument für seine Göttlichkeit ist, dass er Sünden vergab, und nur Gott kann Sünden vergeben. Beachten wir, was eines Tages passierte, als man  einen Gelähmten auf einer Trage zu ihm brachte. Die Bibel berichtet, dass er zu dem Gelähmten sagte: “Nur Mut, mein Sohn! Deine Sünden sind dir vergeben!”  Einige der anwesenden Schriftgelehrten dachten, dass Jesus Gott lästerte, d. h. dass er etwas gegen Gott  sagte. Gotteslästerung war für die Juden etwas sehr Ernstes. Als Christus die Sünden des Kranken für vergeben erklärte, verstanden sie, dass Jesus sich an die Stelle Gottes setzte.

In der Tat, Jesus wusste ganz genau, was er tat, wie Vers sechs bestätigt (Mt. 9:6), wo es heißt, dass der Menschensohn auf der Erde Vollmacht hat, Sünden zu vergeben. Er war sich seiner Autorität und göttlichen Natur bewusst. Christus bewies auch, dass er menschliche Gedanken lesen konnte: Eine Eigenschaft, die nur Gott besitzt (Mt. 9,4).

Obwohl er ein Mensch war, gehörte die Göttlichkeit zu seinem Wesen, aber das ist ein Geheimnis. Können wir verstehen, dass Jesus Mensch und gleichzeitig Gott war? Es ist nicht leicht, aber es ist so.

„Groß ist das Geheimnis des Glaubens. Es gibt Geheimnisse im Leben Christi, die geglaubt werden müssen, selbst wenn sie nicht erklärt werden können”( Brief Nr. 65 vom 13. Februar 1905; „Alza tus Ojos“, S. 56).

“Wurde die menschliche Natur des Sohnes Marias in die göttliche Natur des Sohnes Gottes verwandelt? Nein, beide Naturen verschmolzen geheimnisvoll und bildeten eine Person in dem Menschen Christus Jesus. In ihm lebte die  Fülle Gottes in menschlicher Gestalt. Als Christus gekreuzigt wurde, war es seine menschliche Natur, die starb. Die Gottheit wurde nicht geschwächt und starb auch nicht. Das wäre unmöglich gewesen “(Morgenandacht „Alza tus Ojos“, S. 258).

“Es ist in der Tat ein tiefes Mysterium. Die Göttlichkeit und die Menschlichkeit wurden auf geheimnisvolle Weise kombiniert, und Mensch und Gott bildeten ein einziges Wesen.  In dieser Union finden wir Hoffnung für die gefallene Menschheit “(„Exaltad a Jesús“, S. 69).

Der verkündende Engel teilt Joseph, Marias Ehemann, mit, das Baby, das in ihrem Schoß  empfangen wurde, sei das Werk des Heiligen Geistes (Mt. 1,20) und das stellt das Kind in einen anderen Zusammenhang als bei uns. Wir wurden durch den Beitrag einer Frau und eines Mannes gezeugt, denn so kommen Kinder auf die Welt. Wir beginnen also zu existieren, wenn die Empfängnis stattfindet. Aber Jesus brauchte nicht anzufangen zu existieren, weil er bereits als Gott existierte. Das Einzige, was er brauchte, war, die menschliche Natur zu übernehmen, und dafür brauchte er das gleiche Transportmittel wie wir, eine Frau, aber nicht den Eingriff eines menschlichen Vaters zu seiner Empfängnis, die der Heilige Geist bewirkte. Dieses Werk heißt in der Heiligen Schrift “Das Geheimnis des Glaubens” (1 Tim. 3,16).

Christus ist Gott

Jesus hat die gleichen Attribute wie der Vater, wie wir gesehen haben, erhält daher auch den Titel Herr (2. Mose. 20,11; Kol. 1,16; 2. Sam 23:2; 1. Petrus 1,10-11; Jesaja 41,14; Röm.

3,24; 2. Mose 3,14; Joh. 8,24-28 usw.).

Nur diejenigen, die in geistlicher Finsternis leben, können Dinge wie diese sagen: “Dieser (Jesus) war nicht Jehova Gott, sondern er existierte in Form von Gott… Er war ein mächtiger, doch nicht allmächtig wie Jehova Gott… Er war der erste Sohn, den Jehova gebar… Es war das erste der Geschöpfe des Jehovas. Er ist nicht der Autor der Schöpfung Gottes, aber nachdem Gott ihn als seinen erstgeborenen Sohn geschaffen hatte, setzte ihn Gott als seinen Partner ein,… um den Rest der Schöpfung fertigzustellen “(Organisation der Zeugen Jehovas, „Sea Dios Veraz“,S. 31-32).

Nach dieser Aussage der Zeugen Jehovas sei Jesus kein Gott und besitze die Macht des Vaters auch nicht. In Offenbarung 1,8 heißt es aber, dass Christus allmächtig ist, so dass hier ein krasser Widerspruch entsteht.

Ein weiteres biblisches Argument, dass Christus Gott ist, finden wir im 3. Buch Mose. Am großen Versöhnungstag warf der hohe Priester das Los über zwei Böcke: Einer war für den Herrn bestimmt, der andere für Asasel (3. Mose 16:8-9). Der Ziegenbock, der Gott darstellte, sollte geopfert und sein Blut in das Allerheiligste gebracht werden, um die Anforderungen des Gesetzes zu erfüllen und das Heiligtum von allen Sünden der Israeliten zu reinigen, die sich im Laufe des Jahres angesammelt hatten. Jeder Student der Bibel weiß, dass die Opfertiere Christus, das wahre Lamm Gottes repräsentierten (Joh. 1,29). Dieses Tier wird schon als “Gott” bezeichnet.

Christus ist kein geschaffenes Wesen

Die Texte, auf  die sich die Verfechter der Theorie stützen, dass Christus geschaffen wurde,  sind Off. 3,14 und Kol. 1,15. Im ersten heißt es, dass Christus “der Anfang der Schöpfung Gottes” ist. Das griechische Wort “archē” (Anfang) besitzt sowohl eine aktive als auch eine passive Bedeutung. Benutzen wir es passiv, meint es jemand, auf den von Anfang an gewirkt wird. Wenn wir es so verstehen, bekräftigen wir, dass Christus das erste Geschöpf war. Aber das würde einen großen Widerspruch darstellen, da der Rest der biblischen Lehre uns deutlich auf Christi Ewigkeit ohne Anfang und Ende hinweist, der ewig mit dem Vater ist. Wir müssen daher den Begriff „archē” in seiner aktiven Bedeutung nehmen, dann bezeichnet er jemand, der eine Tat vollzieht, eine erste Ursache, ein erster Motor für etwas ist. Womit wir dann den Text so lesen können: “Christus ist der Schöpfer der Schöpfung Gottes”.

Kolosser 1,15 besagt, dass Christus “der Erstgeborene vor aller Schöpfung” ist. Das Lexikon von Liddell und Scott, gedruckt von der Universität Oxford, enthält das Wort “protòtokos” (Erstgeborener) und erklärt, dass es eine wörtliche oder eine bildliche Anwendung haben kann. Wenn wir diesen Vers im wörtlichen Sinn deuten, würden wir sagen, dass Christus ein geschaffenes Wesen war. Aber diese Auslegung wäre ganz falsch, weil wir damit alle Verse aushebeln, die wir bereits studiert haben und das Gegenteil beweisen. Wir müssen daher akzeptieren, dass “Prototokos” in diesem Fall ein “figurativer Ausdruck ist, der Jesus Christus als den ersten einer Rangfolge beschreibt… Die Position Christi ist einzigartig, voller Autorität und absolut” (Lexikon Liddell und Scott, University of Oxford, S. 191).

Verschiedene Bibelübersetzungen geben diese Stelle im erwähnten Sinn wieder: “Christus ist das Bild des unsichtbaren Gottes. Er war bereits da, noch bevor Gott irgendetwas erschuf, und ist der Erste aller Schöpfung.“ (Version Neues Leben).

“Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Als sein Sohn steht er über der ganzen Schöpfung und war selbst schon längst vor ihr da.“ (Hoffnung für alle).

Derzeit verwendet man in Griechenland diesen Begriff, um ihn entweder auf eine Behörde, einen Leiter anzuwenden oder um vom Anfang, Ursprung, Prinzip, je nach Kontext, zu sprechen.

Als Mensch unterstellte sich Christus dem Vater

Einige Aussagen Christi werden von arischen Anhängern vorgebracht, um ihre These zu unterstützen, wonach Christus ein geschaffenes Wesen oder dass irgendwann in der Ewigkeit Gott allein da gewesen sei und der Sohn nicht existiert habe. Diese Erklärungen müssen jedoch im Sinne Christi verstanden werden und es ist auch die Zeit zu berücksichtigen, wann er sie sprach. Jesus sagte zum Beispiel, dass der Vater größer sei als er (Joh. 14,28). Das stimmt, wenn wir diese Worte auf seine Menschheit anwenden. Menschlich war Jesus niedriger als der Vater, aber nicht als göttliches Wesen (Phil. 2, 6-7).

Wie bereits erwähnt, wurde Christus gezeugt wie jeder Mensch auch, durchlief den Prozess wie wir alle und übernahm vollständig die Menschheit, aber ohne ihre passive Seite, das heißt ohne Sünde (Ps. 2,6-7; Joh. 5,23).

Christus war ein Mensch wie wir, in allem gleich, außer in seinem Verhalten, das in jeder Hinsicht untadelig, makellos, vollkommen war. Darum ist er das vollkommene “Opfer” vor dem Vater. Worin unterscheidet er sich dann von uns? Und inwieweit ist er uns ähnlich? Als Mensch ist er in allem wie wir (Heb. 2,17). Aber es gibt einen wichtigen Unterschied: Er hat nie gesündigt (Jes. 53,9). Obwohl er eine göttliche Natur hatte, war diese verschleiert aber nicht aufgehoben. Er setzte nie seine Göttlichkeit zu seinem eigenen Vorteil ein, er stützte sich nie darauf, um die Sünde zu überwinden, sondern er besiegte sie in seiner menschlichen Natur und dadurch, dass er sich an die Hand des Vaters klammerte. Wenn er manchmal seine Göttlichkeit durchleuchten ließ, tat er es, um den Menschen zum Glauben an seine Messianität zu verhelfen, um sie zu ermutigen, an seine Botschaft zu glauben, um ihnen die Hand der Erlösung entgegenzustrecken, aber nie, um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen.

In Jakobus 1,14 heißt es, dass wir versucht werden, wenn unsere eigenen Begierden uns anziehen und verführen; aber das gilt nicht für Christus, weil die Sünde ihn nicht aufreizte, wie die übrigen Menschen. In seinem Herzen war kein Platz für Begierden: Schon das wäre eine Sünde gewesen.

Die Sünde war für ihn nicht attraktiv. Es gibt Sünden, die die meisten Menschen mit Abscheu ablehnen, sie fühlen sich nicht angezogen, spüren keine Neigung, sie zu begehen, wie etwa morden. In diesem Sinne können wir verstehen, dass Christus keine Gelegenheit erlebte, in der er sündigen wollte, sich aber zurückhielt. Einen solchen Fall werden wir in der Bibel nicht  finden. Nie war eine Versuchung für Christus ansprechend, wie sie es für uns sein kann. Beachten wir, dass der Teufel ihn dazu bringen wollte, seine göttliche Kraft zu verwenden, um Steine in Brot zu verwandeln, als Jesus in der Wüste fastete (Mt. 4,1-11). Der Teufel wird  uns nie auf diese Art und Weise versuchen.

Christus wurde versucht im Sinne von getestet, aber die Sünde übte keine Anziehungskraft auf ihn aus. Weiter heißt es, dass Gott von den Israeliten „versucht“ wurde (Psalm 78,18; 4. Mose 14,22). Die Versuchungen, mit denen Christus konfrontiert wurde, waren für ihn abstoßend, lästig, unerwünscht, im Gegensatz zu dem, was uns passieren kann. Wir müssen beten, dass die Macht der Verführung uns nicht zur Sünde verleitet. Einige mögen denken: Wenn das so ist, hatte Jesus einen großen Vorteil, weil er keine Neigung zum Bösen wie wir spürte. Es ist wahr, dass er keine Neigung zum Bösen spürte, aber deswegen, weil er seit seiner Kindheit nie gesündigt hatte und der sündigen Natur nicht nachgegangen war.

“Christus übernahm unsere gefallene aber nicht verdorbene Natur, und er würde nicht verkommen, es sei denn, er hätte die Worte Satans mehr beachtet als die Worte Gottes” (Manuskript 57, 1890).

“Christus besaß nicht die gleiche sündige und verdorbene Untreue, die wir selbst haben” (Mensajes Selectos, Bd. 3, S. 131).

Er ist uns Gefährte in unseren Unvollkommenheiten, aber er hat nichts mit unseren Leidenschaften gemein. Als einziger Sündloser wich sein Wesen vor dem Bösen zurück. In einer sündigen Welt ertrug er Kämpfe und Seelenqualen.” (Schatzkammer der Zeugnisse, Bd. 1, 201).

“Er kam, die Werke des Teufels zu zerstören, und er hat versprochen, dass der Heilige Geist jeder bußfertigen Seele verliehen werden soll, um sie vor der Sünde zu bewahren” (Das Leben Jesu, S. 300).

Schluss

Der Herr Jesus Christus lädt uns ein, seine Freunde zu sein (Joh. 15,14), er will unsere Lasten  tragen (Mt.11,28), uns bei jeder Versuchung und Prüfung helfen (Joh. 16,33), uns vergeben und wieder aufrichten, wenn wir gefallen sind (1. Joh. 2,1), uns seinen Heiligen Geist verleihen, damit er seinen Charakter in uns gestaltet (Mt.11,29) und uns zu den himmlischen Wohnungen führen, d.h., uns ewiges Leben schenken (Joh. 14,1-3).

Wir haben einen großen Retter, voller Liebe und Barmherzigkeit, der uns retten und an seinem unendlichen Reichtum beteiligen will. Er ist Gott, und zusammen mit dem Vater und dem Heiligen Geist arbeitet er darauf hin, dass niemand verloren gehe, sondern alle Buße tun (2. Pt. 3,9).

Am Ende wird sich deutlich zeigen, dass derjenige, den Millionen Menschen aller Zeiten gering schätzten und verspotteten, Gott war, der seine rettende und versöhnliche Hand entgegenstreckte, aber sie ihn ablehnten. “Die Engel des Himmels verbeugen sich in Anbetung vor ihm. Seine Feinde erkennen ihren Fehler und jede Zunge bekennt seine Gottheit.” (En los lugares celestiales,S. 358).

Christus kann diejenigen endgültig und für immer retten, die im Glauben zu ihm kommen (Hebr. 7,25). Das ist unsere Hoffnung! Glaubst du das auch, lieber Leser? Gott segne dich. Amen.

José Vicente Giner

(Übersetzer: Franco Di Franca)